Standortpolitik

Industriebetriebe und -beschäftigte

Industriebetriebe
Dramatischer Rückgang der Industriebetriebe mit 20 und mehr Beschäftigten im IHK-Bezirk: Seit 1998 sind per Saldo knapp 22 Prozent aller Betriebe verschwunden. Landesweit lag der Rückgang bei gut einem Prozent.

Den Minusrekord hält die Stadt Wuppertal, wo innerhalb von 20 Jahren per Saldo fast 29 Prozent aller Industriebetriebe aufgeben oder abwandern mussten. Solingen hat vergleichsweise günstig abgeschnitten: Die Anzahl der Betriebe hat sich um 12 Prozent verringert.

Beschäftigung in der Industrie
Industrie im Bergischen Städtedreieck:
Branchenstruktur nach Beschäftigtenanteilen
Die Fertigung von Metallprodukten (Werkzeuge, Schneidwaren, Bestecke, Schlösser, Beschläge und sonstige Metallprodukte) dominiert im IHK-Bezirk mit einem Beschäftigtenanteil von 31 Prozent. Ein bedeutender Arbeitgeber ist auch der Maschinenbau, in dem fast 13 Prozent der Industriebeschäftigten tätig sind. Der IHK-Bezirk verfügt im Verarbeitenden Gewerbe insgesamt über eine ausgewogene Branchenstruktur.

Wuppertaler, Solinger und Remscheider Industrie:
Branchenstruktur nach Beschäftigtenanteilen
Die Chemieindustrie, die Metallproduktfertigung, die Elektroindustrie und der Maschinenbau sind die wichtigsten Industriezweige für den Arbeitsmarkt der Stadt Wuppertal. Hier liegen die Beschäftigtenanteile zwischen 12 und 23 Prozent.

In Solingen sind rund 42 Prozent aller Industriebeschäftigten in der Herstellung von Metallprodukten tätig. Hierzu gehört auch die Schneidwaren- und Besteckindustrie. Knapp 19 Prozent der Industriebeschäftigten arbeiten im Fahrzeugbau, zehn Prozent in der Metallerzeugung.

In Remscheid dominieren zwei Branchen: Als wichtigste Branche die Fertigung von Metallerzeugnissen mit einem Beschäftigtenanteil von 38 Prozent, einschließlich der traditionell bedeutsamen Werkzeugindustrie. Es folgt der Maschinenbau, in dem fast 22 Prozent der Industriebeschäftigten tätig sind.
Beschäftigungsentwicklung
Die Zahl der Industriebeschäftigten ist im Bergischen Städtedreieck stark gesunken. In den Betrieben mit 20 und mehr Beschäftigten sind in den vergangenen 20 Jahren rund 22.900 Arbeitsplätze verloren gegangen. Dies entspricht einem Rückgang um gut 30 Prozent auf zuletzt 52.400 Beschäftigte. Im Vergleich dazu hat das Land Nordrhein-Westfalen mit minus 17 Prozent weit geringere Einbußen hinnehmen müssen. Seit 2010 blieb die Zahl der Industriebeschäftigten jedoch auch im Bergischen Städtedreieck nahezu konstant.

Den stärksten Rückgang hatte Remscheid zu verkraften: Die Zahl der Industriebeschäftigten ist seit 1998 um 36 Prozent gesunken. Die relativ geringsten Arbeitsplatzverluste traten in Solingen auf mit minus 2.200 beziehungsweise minus 15 Prozent.