Standortpolitik

Industriebetriebe und -beschäftigte

Industriebetriebe
Dramatischer Rückgang der Industriebetriebe mit 20 und mehr Beschäftigten im IHK-Bezirk: Seit 1999 sind per Saldo knapp 23 Prozent aller Betriebe verschwunden. Landesweit lag der Rückgang bei gut zwei Prozent.

Den Minusrekord hält die Stadt Wuppertal, wo innerhalb von 20 Jahren per Saldo fast 31 Prozent aller Industriebetriebe aufgeben oder abwandern mussten. Solingen hat vergleichsweise günstig abgeschnitten: Die Anzahl der Betriebe hat sich um 13 Prozent verringert.

Beschäftigung in der Industrie
Industrie im Bergischen Städtedreieck:
Branchenstruktur nach Beschäftigtenanteilen
Die Fertigung von Metallprodukten (Werkzeuge, Schneidwaren, Bestecke, Schlösser, Beschläge und sonstige Metallprodukte) dominiert im IHK-Bezirk mit einem Beschäftigtenanteil von 31 Prozent. Ein bedeutender Arbeitgeber ist auch der Maschinenbau, in dem 13 Prozent der Industriebeschäftigten tätig sind. Der IHK-Bezirk verfügt im Verarbeitenden Gewerbe insgesamt über eine ausgewogene Branchenstruktur.

Wuppertaler, Solinger und Remscheider Industrie:
Branchenstruktur nach Beschäftigtenanteilen
Die Chemieindustrie, die Metallproduktfertigung, die Elektroindustrie und der Maschinenbau sind die wichtigsten Industriezweige für den Arbeitsmarkt der Stadt Wuppertal. Hier liegen die Beschäftigtenanteile zwischen 12 und 22 Prozent.

In Solingen sind rund 44 Prozent aller Industriebeschäftigten in der Herstellung von Metallprodukten tätig. Hierzu gehört auch die Schneidwaren- und Besteckindustrie. 17 Prozent der Industriebeschäftigten arbeiten im Fahrzeugbau, zehn Prozent in der Metallerzeugung.

In Remscheid dominieren zwei Branchen: Als wichtigste Branche die Fertigung von Metallerzeugnissen mit einem Beschäftigtenanteil von 37 Prozent, einschließlich der traditionell bedeutsamen Werkzeugindustrie. Es folgt der Maschinenbau, in dem fast 23 Prozent der Industriebeschäftigten tätig sind.

Beschäftigungsentwicklung
Die Zahl der Industriebeschäftigten ist in den vergangenen 20 Jahren im Bergischen Städtedreieck stark zurückgegangen. In den Betrieben mit 20 und mehr Beschäftigten sind per Saldo rund 19.600 Arbeitsplätze abgebaut worden. Dies entspricht einem Rückgang um 27 Prozent auf zuletzt 53.100 Beschäftigte. Im Vergleich dazu musste das Land Nordrhein-Westfalen mit minus 16 Prozent weit geringere Einbußen hinnehmen. Seit 2010 ist die Zahl der Industriebeschäftigten jedoch auch im Bergischen Städtedreieck wieder angestiegen.

Den stärksten Rückgang haben Remscheid und Wuppertal zu verkraften: Die Zahl der Industriebeschäftigten ist hier seit 1999 um 31 Prozent gesunken. Die relativ geringsten Arbeitsplatzverluste sind in Solingen mit minus 1.800 beziehungsweise minus 12 Prozent aufgetreten.