Standortpolitik

Arbeitsmarkt und Beschäftigung

Arbeitsplatzentwicklung
Die Anzahl der sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätze stieg im Bergischen Städtedreieck bis zur Mitte des Jahres 2019 um rund 2.300 gegenüber dem Vorjahr. Seit 2010 wurden 29.600 zusätzliche sozialversicherungspflichtige Stellen geschaffen.
Arbeitsmarkt
Die Arbeitslosenquote, bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen, lag im Bergischen Städtedreieck im September 2019 bei 7,6 Prozent. Sie war in allen drei bergischen Großstädten höher als im nordrhein-westfälischen Durchschnitt, der einen Wert von 6,5 Prozent erreichte. Besonders hoch war sie in Wuppertal mit einem Wert von 8,1 Prozent. Dank der noch guten konjunkturellen Lage sank die Arbeitslosenquote im Bergischen Städtedreieck im Vergleich zum September 2018 um 0,2 Prozentpunkte, während sie landesweit um 0,1 Punkte abnahm.
Beschäftigtenstruktur nach demographischen Merkmalen
Die Frauen konnten ihren Anteil an der Gesamtheit der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten seit 2004 ausbauen. In Wuppertal und in Solingen sind mehr als 46 Prozent der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten weiblich. In Remscheid dagegen liegt der Frauenanteil bei knapp 42 Prozent, da das Produzierende Gewerbe, traditionell eine Domäne der Männer, in Remscheid ein relativ hohes Gewicht hat.

Der Anteil der Ausländer an den sozialversicherungspflichtig Beschäftigten liegt im Bergischen Städtedreieck traditionell über dem Landesdurchschnitt von Nordrhein-Westfalen. Innerhalb des Bergischen Städtedreiecks erreicht er in Solingen mit 16,8 Prozent den höchsten Wert. Wuppertal weist mit 13,6 Prozent den geringsten Ausländeranteil unter den sozialversicherungspflichtig Beschäftigten auf. Die Ausländeranteile sind zuletzt deutlich gestiegen.
Berufspendler
In Wuppertal liegt die Zahl der Auspendler um rund 500 über der Zahl der Einpendler. Solingen hat hingegen seinen Auspendlerüberschuss in den vergangenen Jahren weiter erhöht. Offenbar ist Solingen in erster Linie als Wohnort attraktiv. Remscheid weist traditionell einen vergleichsweise hohen Einpendlerüberschuss auf. Per Saldo liegt heute der Überschuss der Auspendler aus dem Bergischen Städtedreieck bei rund 5.000 Erwerbstätigen.