International

Sonderauswertung der IHK-Unternehmensumfrage zum Brexit

Der DIHK hat die Ergebnisse der Sonderauswertung der bundesweiten Umfrage „Going International 2019“ zum Brexit veröffentlicht. Die Umfrage ist mit Unterstützung von 79 Industrie- und Handelkammern (IHKs) in Deutschland erstellt worden. Von den insgesamt 2.100 auslandsaktiven Unternehmen, die an der Umfrage teilnahmen, haben rund 1.500 Unternehmen Angaben zu ihren geschäftlichen Verbindungen mit dem Vereinigten Königreich gemacht.
Basierend auf den Antworten der 1.500 Unternehmen, die mit UK in Verbindung stehen, hat die Umfrage ergeben, dass der bevorstehende Brexit bereits jetzt eine Belastung ist. Rund 70 Prozent der Unternehmen erwarten 2019 eine Verschlechterung ihrer Geschäfte mit Großbritannien. Jedes 8. Unternehmen mit UK-Geschäft plant aktuell eine Verlagerung seiner Investitionen auf andere Märkte. Investitionsverlagerungen aus UK gehen größtenteils nach Deutschland und in andere EU-Länder.
Dreiviertel der Unternehmen sorgen sich vor zusätzlicher Zollbürokratie. Daneben bilden höhere Kosten für Zölle und Einfuhrsteuern sowie die rechtliche Unsicherheit die größten Risikofaktoren. Insbesondere kleine und mittlere Unternehmen stehen vor kostenintensiven Herausforderungen. Ein harter Brexit würde zu Mehrbelastungen durch die zusätzliche Zollbürokratie sowie die Zahlung von Zöllen in Milliardenhöhe führen.
Weitere Umfrageergebnisse der Sonderauswertung zum Brexit finden Sie rechts unter “Weitere Informationen”.
(Quelle: DIHK-Umfrage “Going International 2019”)