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Brexit: Briten kündigen vereinfachtes Einfuhrverfahren für EU-Waren an

Um Chaos an den Roll-on Roll-off-Häfen wie Dover zu verhindern, sollen Waren aus der EU einem vereinfachten Einfuhrverfahren unterliegen. Das Verfahren richtet sich insbesondere an Unternehmen, die bisher nur Warenhandel mit der EU betreiben und noch keine Erfahrung mit Zollformalitäten haben. Speditionen, die im Auftrag handeln, können nicht vom vereinfachten Verfahren profitieren.
Registrierung ist online möglich
Voraussetzung für die Registrierung sind eine EORI-Nummer und ein Firmensitz im Vereinigten Königreich. Das Verfahren kann nur für die Einfuhr von EU-Waren angewendet werden. Es gilt zudem nur für die Abfertigung zum freien Verkehr, nicht für andere Zollverfahren. Spediteure, die im Auftrag eines Unternehmens Ware transportieren, können sich nicht registrieren. Die Registrierung erfolgt online und ist ab 7. Februar 2019 möglich. Notwendig sind EORI-Nummer, Unique Taxpayer Reference, Mehrwertsteuerregistrierungsnummer sowie die Kontaktdaten der Firma im Vereinigten Königreich.
Das vereinfachte Einfuhrverfahren ist befristet
Im Falle eines harten Brexits wird es zu Behinderungen des reibungslosen Handels zwischen der EU und dem Vereinten Königreich kommen. Mit dem vereinfachten Einfuhrverfahren gibt es zwar Erleichterungen, aber keinen vollständigen Verzicht auf Zollformalitäten. Das Verfahren wird lediglich zeitlich entzerrt. Zudem kann es nicht von allen Beteiligten in Anspruch genommen werden. Das vereinfachte Einfuhrverfahren ist zunächst auf ein Jahr befristet.
Weitere Informationen sind hier abrufbar.
(Quelle: GTAI 14.02.2019)