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Brexit: Unternehmen erwarten keine sofortigen Nachteile

Die Bergischen Unternehmen lassen sich offenbar vom Medienrummel um den Brexit nicht beeindrucken. Börseneinbruch und Pfundabwertung zum Trotz, rechnet die Mehrheit der Unternehmen mit Geschäftsbeziehungen nach Großbritannien bis zum endgültigen UK-Austritt in frühestens zwei Jahren mit keinen negativen Auswirkungen auf ihr Geschäft.
Ein Rückgang der Im- und Exporte wird von etwas mehr als der Hälfte der befragten Unternehmen mittelfristig erwartet. Änderungen in der geplanten Investitionspolitik oder den Beschäftigtenzahlen der Unternehmen werden vor allem an den britischen Unternehmensstandorten in Betracht gezogen. Eine Anpassung der Inlandsinvestitionen oder der Beschäftigtenzahlen in Deutschland aufgrund des Brexit sieht fast keines der Unternehmen als notwendig an.
Befürchtet wird, dass zukünftig wieder Zölle, Steuern und ein vermehrter dokumentärer Aufwand das Tagesgeschäft mit den UK erschweren könnten. Über die Hälfte wertet ein schlechtes britisches Wirtschaftswachstum sowie Wechselkursschwankungen als Risiko. Jeder zweite Umfrageteilnehmer sorgt sich um die Zukunft der EU. Ausgegangen wird hier von einem möglichen spill-over-Effekt. Der britische EU-Austritt könnte die Austrittbestrebungen in anderen EU-Ländern beflügeln und hier für politische und rechtliche Unsicherheit sorgen.
Die detaillierten Ergebnisse der Umfrage sind in der Regionalauswertung zusammengefasst (unter Weitere Informationen). Die Ergebnisse der bundesweiten Umfrage sind ebenfalls im Bereich Weitere Informationen als Download zu finden.