International

Brexit-Sonderauswertung der Going International-Umfrage

Eine Sonderauswertung der jährlichen Going International Umfrage des DIHK fasst die Unsicherheiten und Wünsche deutscher Unternehmen angesichts des bevorstehenden Austritts Großbritanniens aus der EU zusammen. Die Umfrage hat ergeben, dass die Unsicherheit bei den deutschen Unternehmen angesichts des fehlenden Commitments der britischen Seite und der damit verbundenen stockenden Verhandlungsfortschritte sehr hoch ist. Die Unternehmen äußern deshalb, Schwierigkeiten zu haben, sich adäquat auf den Brexit vorzubereiten. Gleichzeitig wünschen sich die Unternehmen, dass der Binnenmarkt geschützt bleibt; ein Rosinenpicken wäre der falsche Weg. Die Forderung an die Briten ist deshalb: endlich belastbare Vorschläge für die künftigen Beziehungen vorzulegen. Die zentralen Ergebnisse der Sonderauswertung sind sind:
 
1. Der bevorstehende Brexit ist bereits jetzt eine Belastung für Unternehmen
2. Ein unklarer Brexit und ein ungeregelter Übergang führen zu Unsicherheit
3. Die Vorteile eines gemeinsamen Binnenmarkts sind zu schützen
Die bundesweite Umfrage „Going International 2018“ des DIHK ist mit Unterstützung von 79 Industrie- und Handelskammern (IHKs) in Deutschland erstellt worden. An der Befragung im Februar 2018 haben sich über 2.100 auslandsaktive Unternehmen mit Sitz in Deutschland beteiligt. Die Ergebnisse der vorliegenden Sonderauswertung zum Brexit basieren auf den Antworten von rund 900 Unternehmen, die mit UK geschäftlich in signifikantem Umfang in Verbindung stehen. Das sind 43 Prozent der Unternehmensantworten.