IHK Medieninfo Nr. 08/19 vom 30.01.2019

Gute bergische Konjunktur verliert an Schwung

Pessimistische und optimistische Erwartungen jetzt gleichauf
„Die Konjunktur im Bergischen Städtedreieck läuft noch gut, sie hat aber an Schwung verloren.“ So fasst Michael Wenge, Hauptgeschäftsführer der Bergischen IHK, das Ergebnis der aktuellen IHK-Konjunkturumfrage zusammen. An der Umfrage haben diesmal 454 Unternehmen mit insgesamt 20.000 Beschäftigten teilgenommen. Hiernach hält sich die bergische Wirtschaft aktuell auf einem relativ guten Niveau. 44 Prozent der Unternehmen bewerten ihre Geschäftslage als gut, weitere 45 Prozent sind zufrieden und nur jeder zehnte Betrieb ist nicht zufrieden. Der Geschäftslageindex sinkt lediglich um 2 Punkte auf einen Wert von immer noch plus 32.
Solingen liegt aktuell im Städteranking vorn und hat mit einem Indexwert von plus 42 – über alle wesentlichen Wirtschaftszweige hinweg – deutlich zugelegt. Geringfügig zurückgegangen ist die Wirtschaftslage in Remscheid mit einem Wert von plus 38. Deutlicher abgenommen hat sie hingegen in Wuppertal, liegt aber noch bei plus 25. „Die künftigen Geschäftsaussichten werden in Wuppertal und Remscheid deutlich schlechter als im letzten Jahr eingeschätzt, in Solingen hingegen leicht verbessert“, macht Wenge die Unterschiede deutlich.
Im Branchenvergleich berichtet die Kreditwirtschaft über eine besonders gute Wirtschaftslage, gefolgt von den unternehmensnahen Dienstleistern und der Industrie. Verschlechtert habe sich die Lage der Verkehrsunternehmen, während der Einzelhandel etwas besser dastehe als zuvor. Die Mehrheit der Unternehmen konnte sowohl die Umsätze als auch die Erträge steigern. Die regionale Wirtschaft plane, mehr zu investieren und Personal einzustellen – trotz der unsicheren und gemischten Erwartungen.
„Generell ist aber festzustellen, dass die konjunkturelle Dynamik abnimmt, denn bei fast allen Umfragekriterien gehen die Indexwerte mehr oder weniger stark zurück. Als besonders hohes Risiko sehen die Unternehmer die wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen, gefolgt von steigenden Arbeitskosten und dem Fachkräftemangel“ so Wenge abschließend.