IHK Medieninfo Nr. 07/19 vom 28.01.2019

IHK begrüßt breite Debatte über Stickoxid-Grenzwerte und drohende Fahrverbote

„Es ist positiv, dass unsere Medien-Information zu den drohenden Dieselfahrverboten ein so reges Echo gefunden hat. Denn das Thema bewegt viele unserer Unternehmen. Allerdings hätte ich mir einige Beiträge sachlicher und weniger polemisch gewünscht.“ Das betont Michael Wenge, Hauptgeschäftsführer der Bergischen IHK. Mittlerweile sei die Frage, ob der geltende Stickoxid-Grenzwert von 40 Mikrogramm wissenschaftlich gerechtfertigt ist, ja auch Mittelpunkt einer breiten bundesweiten Debatte geworden. Wenge begrüßt, dass jetzt auch Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer eine Überprüfung der Grenzwerte fordert.
Auch unter den IHK-Mitgliedern werde diese Thematik diskutiert. Dabei gebe es natürlich auch die Position, dass die Grenzwerte sinnvoll seien und keiner Überprüfung bedürften. „Wir werden deshalb in der nächsten Vollversammlung ausführlich über das Thema sprechen und eine Beschlussfassung herbeiführen. Die Minderheitsmeinung wird natürlich immer auch respektiert werden“, unterstreicht der IHK-Chef.
„Es gibt unterschiedliche Meinungen, ob die Grenzwerte sinnvoll sind. Solange sie gelten, müssen sie aber natürlich eingehalten werden. Das war und ist selbstverständlich und unstrittig in der Bergischen IHK“, so Wenge. Bevölkerung und Wirtschaft dürften aber nicht überfordert werden. Deshalb seien pauschale Fahrverbote der falsche Weg.